decorativ line
background image

Geschichte

In den Neunzigerjahren des vorletzten Jahrhunderts, als noch zahlreiche Bündner Konditoren in über 500 fremden Städten ihren Berufausübten, zogen einige ausländische Kollegen ins Engadin undneröffneten ihre Geschäfte.

Ein solcher Bäcker-Konditor war Johann Friedrich Kochendörfer aus Tiefenbach in Württemberg. Er zog nach Pontresina, wo er im Hotel Roseg eine Stelle als Hotelbäcker fand. Drei Jahre später konnte er die Hotelbäckerei des Hotel Saratz mieten und verkaufte Brot und Kleinbrot an alle übrigen Gasthäuser in Pontresina.

Im Jahre 1906 bot sich die Gelegenheit, an der Hauptstrasse ein Grundstück zu erwerben. Fritz Kochendörfer griff zu und der Neubau wurde dann 1908 errichtet. Fritz Kochendörfer hatte nur einige gute Geschäftsjahre, denn bald danach begann der Erste Weltkrieg 1914, später ab 1929 die Weltwirtschaftskrise. Zudem war seine Gesundheit so stark angeschlagen, dass er mit 56 Jahren verstarb. Zurück blieben eine Witwe und zwei Söhne, die beide den gleichen Beruf erlernten.

1927 übernahm der eine Sohn Oscar senior mit seiner Frau Felicie das angeschlagene Geschäft von Mutter Kochendörfer. Er liess sich nicht entmutigen und baute bald darauf das ursprüngliche Geschäftshaus in eine Pension um. Natürlich immer noch mit Konditorei-Bäckerei und Tea Room. Später entstand aus der Pension ein kleines Gasthaus mit 42 Betten. Abgesehen von den schwierigen Krisen- und Kriegsjahren hat die Familie Kochendörfer immer wieder um- oder ausgebaut. Es entstand ein blühendes Unternehmen.

Oscar Kochendörfer junior absolvierte seine Lehre in der Konditorei Roggwiler in St. Gallen. Seine Gesellenjahre führten ihn nach Genf, Klosters, Siders, England, Frankreich, Schweden und Holland. Schliesslich besuchte er die Hotelfachschule in Lausanne.
1973 übernahm er mit seiner Frau Agnese Isepponi aus Poschiavo den elterlichen Betrieb. Das Hotel zählt nun 62 Betten mit allem Komfort. In der Konditorei wird die Spezialität des Vaters, ,,Kochendörfer Engadinertorte weitergepflegt'' und ist zu einem bedeutenden Produkt dieser Abteilung geworden. Dem Tea Room wurde ein Restaurant angegliedert, auf welches ein grosses Augenmerk gelegt wird.

Seit 2001 ist nun auch die vierte Generation, Claudio und Stephanie Kochendörfer, im Geschäft tätig. Nach abgeschlossener Hotelfachschule in Thun und Lausanne sowie einigen interessanten Stellen in diversen Erstklasshotels in der Schweiz tritt das Geschwisterpaar mit viel Freude und Engagement in die Fussstapfen der Vorfahren...


decorativ line
albris auf facebook
Albris mit Award 2012 von HolidayCheck.ch